Deutsche Bank: Die Gefahr heißt Trump

Die Deutsche Bank ist größte Gläubigerin des US-Präsidenten. Im Hypothekenstreit des vergangenen Jahres wurde das dem Konzern noch als Vorteil ausgelegt. Marktteilnehmer vermuteten wohl zurecht, Trump hätte wegen seiner Geschäftsbeziehungen nach Frankfurt kein Interesse an einer zu hohen Strafe für Deutschlands größte Bank gehabt. Jetzt kommt die Deutsche Bank wegen der an Trump vergebenen Darlehen wieder in den Fokus. Allerdings ist der Grund dieses Mal brisanter.

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Russland-Affäre kocht hoch

Die Deutsche Bank soll insgesamt Kredite von 340 Millionen Dollar an Trumps Immobilienfirma vergeben haben. Mehrere demokratische Politiker nehmen diese Darlehen jetzt zum Anlass, Trumps Verbindungen zu Russland weiter unter die Lupe zu nehmen. Konkret fordern die Kongressmitglieder den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bankauf, die Sicherheiten für die Kredite offenzulegen. Dadurch soll geklärt werden, ob die russische Regierung die Zahlungen garantiere. Generell wollen die Politiker detaillierte Angaben zu den Geschäften, um jegliche Verbindungen nach Russland ausschließen zu können. Nach Informationen der Demokraten halte die Deutsche Bank zudem eine interne Untersuchung zu Trumps Konten zurück.

Füße stillhalten

Die Geschäftsbeziehungen zwischen der Deutschen Bank und dem US-Präsidenten sind schon länger bekannt. Abzuwarten bleibt, was an möglichen Vorwürfen dran ist. Womöglich handelt es sich nur um einen politischen Schachzug der Demokraten, um Trump in die Enge zu treiben. Für die Deutsche Bank sollte das Thema höchstens politisch von Bedeutung sein.

Fabian Strebin in „Der Aktionär“ vom 26.05.2017

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Deutsche Bank/ Matherat

Regulierung setzt widersprüchliche Anreize

Die Bankenregulierung im Euroraum setzt nach Aussage von Sylvie Matherat, Regulierungsvorstand der Deutschen Bank, widersprüchliche Anreize für Banken. „Sie (die Bankenaufsicht) ist verantwortlich dafür, dass wir ordentlich leben und sie ist dafür verantwortlich, dass wir ordentlich sterben, und das passt nicht gut zusammen“, sagte Matherat bei einer Konferenz in Frankfurt.

Damit die Banken ordentlich sterben, müsse die Aufsicht verhindern, dass es eine freie Bewegung von Kapital und Liquidität gebe, denn wenn eine Bank abgewickelt werden müsse, dann solle das Kapital nicht abfließen können. Um aber ordentlich leben zu können, müsse die Bank Kapital und Liquidität dorthin schicken können, wo sie benötigt würden. „Das ist etwas, was wirklich schwer zu managen ist“, sagte Matherat.

Im Zuge der Finanzkrise hatten sich die europäischen Banken in ihre Heimatmärkte zurückgezogen. Diese Fragmentierung wurde dadurch verstärkt, dass die nationalen Aufsichtsbehörden den Instituten vorschrieben, für ihre Operationen in den jeweiligen nationalen Märkten gesondert Eigenkapital vorzuhalten. Zudem unterbanden bzw. erschwerten sie Kapital- und Liquiditätsübertragungen auch innerhalb international tätiger Bankengruppen.

Der Chef der Bankenaufsichtsbehörde EBA, Adam Farkas, sagte bei der gleichen Konferenz: „Die finanzielle Integration hat sich in den vergangenen Jahren verbessert, wenn auch nur moderat und mit großen regionalen Unterschieden.“

Finanznachrichten vom 15.05.2017

(Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com)

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Deutsche Bank attackiert Blackrock

Kampf im Multi-Milliardenmarkt

Der Markt für Exchange-Traded-Funds (ETFs) ist hart umkämpft. Platzhirsch Blackrock aus den USA kommt bei börsengehandelten Anleihefonds auf einen Marktanteil von stattlichen 67 Prozent. Laut Börsenzeitung blasen die Konkurrenten jetzt zum Angriff: Die Nummer zwei in Europa, die Deutsche Asset Management (DAM), will dem Marktführer Anteile abjagen.

Dabei ist der Vorsprung von Blackrock riesig. Bei einem Gesamtmarktvolumen von 153 Milliarden Dollar hat die Tochterfirma der Deutschen Bank, die Deutsche Asset Management, nur einen Marktanteil von sieben Prozent. Blackrock bietet einfach zu viele Produkte an. Anleger können in europäische Anleihefonds investieren, welche Netto-Aktiva von 93 Milliarden Euro aufweisen; bei der DAM sind es lediglich neun Milliarden Euro. Deborah Fuhr, Managing Partner beim Marktforscher ETFGL bringt das Problem auf den Punkt: „Es gibt einen riesigen Erstanbieter-Vorteil“.

Die DAM versucht ihren Marktanteil bei ETFs durch die Umstellung von synthetischen auf physische Produkte zu erhöhen. Anstatt verschiedener Derivate, halten physisch anlegende ETFs tatsächlich die Bestandteile der Indizes im Portfolio. In den vergangenen Jahren griffen Investoren vermehrt zur physischen Variante, weshalb auch Blackrock immer mehr seiner Fonds mit realen Wertpapieren unterlegt.

Im Zeichen von Macron

Bei der Deutschen Asset Management gibt es noch einiges zu tun, wenn die Tochterfirma der Deutschen Bank tatsächlich im September an die Börse kommen soll. Zumindest konnte im ersten Quartal des laufenden Jahres der Abfluss von Mitteln gestoppt werden.

An der Börse sollten heute Finanztitel hoch im Kurs stehen, nachdem der als europafreundlich geltende Emmanuel Macron die Präsidentschaftswahl in Frankreich für sich entschied. Die Notierung der Deutschen Bank sollte davon Rückenwind erhalten. Nach dem positiven Jahresauftakt sieht DER AKTIONÄR weiteres Potenzial für die Aktie. Das Kursziel liegt bei 25 Euro. Wer investieren möchte, setzt einen Stopp bei 13,50 Euro

Fabian Strebin auf „Der Aktionär“ 08.05.2017

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Deutsche Bank könnte Boni von 90 Prozent einbehalten

Die Deutsche Bank könnte laut einem Pressebericht die Boni von 90 Prozent der Händler und Bankangestellten einbehalten. Wie die ″New York Post″ unter Berufung auf eine eingeweihte Person am Dienstag berichtet, werden nur die besten 10 Prozent einen Bonus für 2016 erhalten.

Die Boni könnten dabei in einem Zeitraum von fünf Jahren ausgeschüttet werden. Die Pläne seien aber noch in der Diskussion und könnten sich noch ändern. Die Deutsche Bank wollte auf Anfrage keinen Kommentar dazu abgeben.

Am vergangenen Freitag hatte die ″Börsen-Zeitung″ darüber berichtet, dass der Bonustopf für die Mitarbeiter der Deutschen Bank aller Voraussicht nach für 2016 erneut kleiner ausfallen wird. ″Da werden wir den Gürtel enger schnallen müssen. Ich glaube, dass es eine deutliche Reduktion geben wird″, zitierte die Zeitung aus Aufsichtsratskreisen. Auch der Vorstand denke intensiv über eine Kürzung der variablen Vergütung nach, hieß es. Ein Sprecher des Konzerns wollte den Bericht seinerzeit auf Anfrage nicht kommentieren.

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Die Deutsche Bank hatte den Gesamtbetrag für die variable Vergütung im Konzern in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgeschmolzen: Für das Jahr 2013 waren es noch rund 3,2 Milliarden Euro, ein Jahr später 2,7 Milliarden und für 2015 dann 2,4 Milliarden. Zugleich jedoch bekamen Festvergütungen steigendes Gewicht.

Viel Zeit für eine Entscheidung über den aktuellen Bonuspool bleibt nicht mehr: Die Boni für das abgelaufene Geschäftsjahr werden üblicherweise im März ausgezahlt. Am 2. Februar will Deutschlands größtes Geldhaus seine Bilanz für das Jahr 2016 vorlegen. Nach dem Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro im Jahr 2015 erwarten Analysten auch für das gerade abgelaufene Jahr rote Zahlen. Teure Rechtsstreitigkeiten und der laufende Konzernumbau belasten die Deutsche Bank nach wie vor.

Quelle: t-online.de

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Deutsche Bank: Droht hier eine neue Klage?

Gerade erst konnte die Deutsche Bank einige große Klagen zu den Akten legen, da stehen schon die nächsten Vorwürfe im Raum. Am Wochenende berichtet die „Bild am Sonntag“, dass mehrere Unternehmen gegen angeblich überhöhte Gebühren bei Zahlungen mit EC- und Girokarten vorgehen wollen. Nachdem die einheitlichen Gebühren im Jahr 2014 abgeschafft wurden, soll sich eine Senkung der Kosten um bis zu 40 Prozent zeigen. Die Vermutung lautet jetzt, dass vorher jahrelang Preisabsprachen stattgefunden hätten.

Die US-Kanzlei Hausfeld soll in dieser Sache jetzt überhöhte Gebühren rückwirkend für die letzten 10 Jahre einfordern. Dabei ist nicht nur die Deutsche Bank betroffen, auch Sparkassen und Volksbanken geraten unter Druck, ebenfalls könnte die Commerzbank ins Visier genommen werden. Welche Unternehmen genau klagen wollen, wurde nicht näher erläutert. Eine klare Antwort auf die Vorwürfe gibt es vom Bundesverband der Raiffeisenbanken und Volksbanken. Es habe sich in den letzten Jahren beim einheitlichen Gebührenmodell um eine gesetzliche Freistellung gehandelt, welche zudem mit dem Kartellamt abgesprochen sei. Noch ist vieles in dem drohenden Rechtsstreit unklar, dennoch reagiert die Aktie der Deutschen Bank und geht mit einem leichten Minus in die neue Woche.

Quelle: finanztreff.de

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Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank steht zum Investmentbanking

Den Einstieg in das Geschäftsfeld beurteilte Paul Achleitner im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung als alternativlos. „Wir stehen fest zu diesem Geschäft“, sagte er. Allerdings müsse es in einer Art und Weise ausgeübt werden, wie es den heutigen gesellschaftlichen, politischen und regulatorischen Vorgaben entspreche. Dabei definiere die Deutsche Bank Investmentbanking als Dienstleistungen für Kapitalmarktteilnehmer. Eigenhandel treibe die Bank schon lange so gut wie gar nicht mehr. Missstände im Investmentbanking hatten Deutschlands größtem Geldhaus unzählige Klagen eingebrockt.

Einer europäischen Bankenfusion erteilte der Manager eine Absage. „Wir haben andere Prioritäten“, stellte er heraus. Die Deutsche Bank arbeite daran, weniger komplex, effizienter und kundenfreundlicher zu werden. Das sei, zumal „in diesen unsicheren Zeiten“, Arbeit genug.

finanzen.net

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Deutsche Bank: Ein mehr als versöhnliches Jahresende!

Die Aktie befindet sich seit Anfang Oktober in einer kräftigen Aufwärtsbewegung. Zudem konnte über Weihnachten nach langen und intensiven Verhandlungen mit dem US-Hypothekenstreit die größte Rechtsangelegenheit beigelegt werden. Insgesamt muss Deutschlands größtes Geldhaus statt der ursprünglich geforderten 14 Mrd. Dollar 7,2 Mrd. Dollar berappen, von denen 3,1 Mrd. Dollar als „Zivilbuße“ sofort fällig werden und 4,1 Mrd. Dollar in den kommenden Jahren im Bereich „Consumer Relief“ fließen sollen. Hierdurch sollen US-Kunden entlastet werden, beispielsweise in Form von Darlehenserleichterungen. Eine weitere positive Nachricht ereilte die Deutsche Bank in diesen Tagen vonseiten der EZB. Denn die harte Kernkapitalquote, die das Institut vorweisen muss, sinkt im kommenden Jahr von 10,76 auf 9,51 Prozent. Ende September belief sich die Kapitaldecke bereits auf 12,58 Prozent.

Die Ratingagentur Moody’s hat die jüngsten Entwicklungen ebenfalls wohlwollend zur Kenntnis genommen. Daher wurde die Einstufung bei Baa2 belassen und der Ausblick stabil gehalten. Durch die Einigung im US-Hypothekenstreit entledige sich die Bank einer ihrer größten bilanziellen Risiken und könne sich nun stärker auf den Konzernumbau konzentrieren, hieß es. Um ein besseres Rating zu erhalten, müsste das Kreditinstitut seine Kostensituation und die Kernkapitalquote weiter verbessern

Quelle: finanztreff.de

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